Der Einsatz der Bundeswehr gegen die Terrorgruppe IS findet in arabischen Medien keinen Beifall. Radikale, die einen Kampf des Westens gegen die Muslime beschwören, fühlen sich bestätigt. Deutschland gilt als Kriegspartei.
„Bomben werden den IS stärken“: was die Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, vergangene Woche im Bundestag sagte, ist in der arabischen Welt eine weitverbreitete Meinung. „Deutschland am Himmel über Syrien: Tornado-Einsatz bricht mit der Neutralität“, titelte das in London ansässige und aus Qatar finanzierte Medium „Al Araby al Jedid“. „Deutschland sieht sich seit den Attacken vom 13. November auf seinen engsten Partner Frankreich im Zentrum der Geschehnisse“, heißt es weiter. Das zwinge die Deutschen dazu, ihre „häufig gewahrte Neutralität aufzugeben und sich an einem Krieg gegen den ,Islamischen Staat‘ zu beteiligen“. Im Libanon folgt auf zustimmende Berichte über die deutsche Flüchtlingspolitik nun Kritik am militärischen Engagement. „Auch das ist Deutschland“, hält die Zeitung „Nissan“ enttäuscht fest. weiter lesen »

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