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Dienstag, 7. Juli 2009

Die Welt nimmt Abschied von Michael Jackson


Mit dem Tod des Megastars der Musik endet eine Ära. Experten sind sicher: "Solch ein Stern fällt so schnell nicht wieder vom Himmel."

Idole gibt es viele, doch Insider sind sich sicher, dass niemals wieder ein Einzelner einen solchen Einfluss auf die globale Popkultur ausüben wird.

Die ganze Welt hat ihm auf den Titelseiten der Zeitungen und in den Radiostationen die letzte Ehre erwiesen. Das Ausmaß der Trauer um Michael Jackson war gewaltig und global - und wird einem Musiker in dieser Form wohl nie wieder zuteil werden.

Im Zeitalter von iPods und TV-Formaten wie "Deutschland sucht den Superstar" sind herkömmliche Idole nach Ansicht von Experten passé. Zweifellos gibt es noch genug Stars, deren Tod eines Tages von Fans weltweit betrauert werden wird - wie Bono, Mick Jagger, Madonna und Paul McCartney. Trotzdem bezweifeln Insider, dass jemals wieder ein Einzelner einen solchen Einfluss auf die globale Popkultur ausüben wird wie Jackson, der 750 Millionen Alben verkaufte und das Musikvideo praktisch erfand.

"Michael Jackson ist nicht nur der King of Pop, er ist der letzte King of Pop", sagt der schottische Songwriter und Autor Nick Currie, der unter dem Künstlernamen Momus auftritt. Nach seinen Worten ließ der Einzug der Digitaltechnik den Musikmarkt in kleine, gezielt beworbene Gruppen zerfallen. "Auch sind Jacksons Kombination von Talenten, sein neurotischer Arbeitstrieb und seine Exzentrik einfach selten", betont Currie. "Solch ein Stern fällt so schnell nicht wieder vom Himmel."

Der Chefredakteur der einflussreichen US-Musikwebsite Pitchfork, Scott Plagenhoef, erinnert sich an die Zeit vor Jacksons Aufstieg: Damals habe die Musikindustrie an Boden verloren, erst durch Jacksons bahnbrechendes "Thriller"-Album 1982 und die Einführung von CDs und Musikvideos sei es wieder aufwärts gegangen. "Nun gibt es aber mit Kabel- und Satellitenfernsehen, DVDs und Videospielen so viele Unterhaltungsangebote", sagt Plagenhoef. "Musik scheint nicht mehr diesen zentralen Einfluss auf die Jugend- und Popkultur zu haben."

Die enorm beliebten Superstar-Serien wie "DSDS" in Deutschland oder "American Idol" in den USA haben den Musikmarkt nach Ansicht von Plagenhoef außerdem demokratisiert, weil das Publikum seinen Star nun selbst wähle. "Popstars sind bei weitem nicht mehr so geheimnisvoll und mystisch wie zu Zeiten von Michael Jackson."

Der kalifornische Musikexperte Jerry Del Colliano glaubt hingegen, die Welt werde immer Stars produzieren - nur ihre Definition werde schwieriger. Eine Messlatte wie 750 Millionen verkaufte Alben sei irrelevant, wenn die Fans die Musik kostenlos im Internet herunterladen. "Selbst wenn der Michael Jackson von `Thriller? wieder auferstehen würde - er könnte keine CDs mehr verkaufen, weil das vorbei ist", sagt er. "LPs sind vorbei, CDs sind vorbei und legale Downloads sind auch bald vorbei." Del Colliano zufolge würde ein neuer Superstar aus der Welt sozialer Plattformen wie Facebook und MySpace kommen. "Es wird immer eine Ikone geben, die mehr Talent hat als alle anderen, auch wenn sich die Kanäle ändern, durch die es uns erreicht."

Currie hingegen erwartet, dass sich die Musikwelt wieder zur Klassengesellschaft entwickelt, wie der Soziologe Pierre Bourdieu das in den 60er Jahren in Frankreich vorfand: Seinen Untersuchungen zufolge bevorzugten Büroangestellte damals anspruchsvolle klassische Musik, während Arbeiter billigen Pop hörten.

Currie hingegen erwartet, dass sich die Musikwelt wieder zur Klassengesellschaft entwickelt, wie der Soziologe Pierre Bourdieu das in den 60er Jahren in Frankreich vorfand: Seinen Untersuchungen zufolge bevorzugten Büroangestellte damals anspruchsvolle klassische Musik, während Arbeiter billigen Pop hörten.

Montag, 6. Juli 2009

Michael Jackson: Abschied der Superlative


Hype ohne Grenzen: Jacksons Beerdigung wird das größte Medienereignis aller Zeiten. Mondlandung? Trauerfeier für Diana? Peanuts gegen die Übertragung von Jackos Gedenkfeier: Mehrere hundert Millionen Zuschauer werden erwartet.

Die Trauerfeier für Popikone Michael Jackson in Los Angeles könnte eines der weltweit meistgesehenen Fernsehereignisse werden.

Wie der US-Fernsehsender CNN berichtete, rechnen die Organisatoren der Gedenkfeier im Staples Center am Dienstag (19.00 Uhr MESZ) mit mehreren hundert Millionen TV- Zuschauern. Die Jackson-Familie hat TV-Sendern in aller Welt eine kostenlose Live-Übertragung angeboten. Außerdem wird es einen Live- Stream im Internet geben.

In Los Angeles trafen schon am Sonntagabend (Ortszeit) Fans aus aller Welt ein. Der Handel mit Souvenirs blühte. Vor dem Staples Center standen Menschen Schlange, um sich mit Abschiedsworten für Jackson auf einem Riesenposter zu verewigen. Für die Zeremonie und die Übertragung auf eine Großbildleinwand im Nokia Theater waren allerdings nur 17 500 Karten verlost worden.

Auch die deutschen Fernsehsender stellen für den "King of Pop" ihr Programm um. Die ARD wird die Berichterstattung um 18.50 Uhr mit einem "Brisant extra" beginnen und vor der "Tagesschau" um 20.00 Uhr beenden. Für den späteren Abend ist gegen 22.45 Uhr eine längere Zusammenfassung geplant. Der zur RTL-Gruppe gehörige Nachrichtenkanal n-tv sendet den ganzen Tag Jackson-Berichte und startet um 18.30 Uhr ein mehrstündiges "News spezial" mit Gesa Eberl. Der zur ProSiebenSat.1 Media AG zählende Sender N24 schaltet bereits um 18.00 Uhr live nach Los Angeles, von wo Reporter Steffen Schwarzkopf berichtet.

Es gab bislang nur etwa eine Handvoll TV-Ereignisse, die die Welt für einen Moment den Atem anhalten ließen. Die Ermordung von John F. Kennedy 1963 gehörte dazu, die erste bemannte Mondlandung 1969 mit mehreren hundert Millionen TV-Zuschauern und auch die Trauerfeier für Prinzessin Diana.

Die BBC schätzte damals die weltweiten Einschaltzahlen auf 2,5 Milliarden. Auch beim Begräbnis von Papst Johannes Paul II. vor vier Jahren saßen Milliarden Menschen vor den Fernsehern.

Für die Trauerfeier im Staples Center und für die Übertragung auf eine Großbildleinwand im benachbarten Nokia Theater in Los Angeles waren 17 500 Karten verlost worden. 1,6 Millionen Fans hatten sich im Internet für die Lotterie beworben. Die Frist lief am Montagmorgen um 5.00 Uhr MESZ ab.

Beerdigt werden soll Jackson nach Medienberichten bereits am Dienstagmorgen (Ortszeit) in Los Angeles. Die Familie des am 25. Juni gestorbenen Popstars arbeite derzeit mit der Verwaltung der Forest- Lawn-Friedhöfe die Einzelheiten aus, teilte Polizeisprecher Jim McDonnell mit. Jacksons Angehörige haben bisher keine Details bekanntgegeben. Bruder Jermaine sagte in der vergangenen Woche nur, dass sich die Familie vor dem öffentlichen Abschied mit einigen handverlesenen Gästen an einem unbekannten Ort zu einer kleinen privaten Zeremonie treffe.

In Großbritannien meldeten Fluglinien einen Ansturm auf Flugtickets nach Amerika. Die Fluggesellschaft Virgin Atlantic erklärte, fast alle Flüge an die US-Westküste seien in diesen Tagen ausgebucht. "Unsere Flüge nach Los Angeles, San Francisco und Las Vegas sind proppenvoll mit Michael-Jackson-Fans", sagte eine Sprecherin der Zeitung "Daily Mirror". Auch British Airways sprach von einem "riesigen Zustrom" von Buchungen nach Amerika. Aus Großbritannien werden nach Medienberichten die meisten ausländischen Fans nach Los Angeles kommen. (dpa)

Sonntag, 5. Juli 2009

Michael Jackson wird ohne Gehirn beerdigt


Los Angeles (dpa/miwa) - Zwei Tage vor der geplanten Trauerfeier dringen neue Details an die Öffentlichkeit: Britische Zeitungen berichten, dass Michael Jackson ohne Gehirn beerdigt werden soll. Zudem will die Familie den Sarg scheinbar einbetonieren lassen - aus Angst vor Dieben.

Die "Daily Mail" und der "Mirror" berichten, dass das Gehirn des "King of Pop" für forensische Tests entnommen worden sein soll und diese bis zur Beerdigung am Dienstag noch nicht abgeschlossen sein werden. Die Untersuchungen können dem Bericht zufolge insgesamt bis zu 18 Tage dauern.

Pathologen wollen so offenbar herausfinden, ob Michael Jackson Medikamente zu sich genommen und an bestimmten Krankheiten gelitten hat. Nur durch diese Tests könne die genaue Todesursache festgestellt werden, heißt es weiter.

Die Familie habe sich daher entschieden, den weltberühmten Sänger ohne sein Gehirn zu beerdigen.


Die Zeitungen berichten auch, dass die Angehörigen den Sarg einbetonieren lassen möchten. Sie hätten große Angst, dass Fans die sterblichen Überreste von Michael Jackson ansonsten ausgraben könnten, berichtet die britische Zeitung "Telegraph".

Insgesamt wollen 1,6 Millionen Fans am Dienstag bei der Trauerfeier in Los Angeles von dem Megastar Abschied nehmen. So viele Menschen hatten sich nach Auskunft eines Sprechers der Jackson- Familie bis zum Anmeldeschluss am Sonntagmorgen 3.00 Uhr MESZ in einer Online-Lotterie um Karten beworben.

Ein wahres Glücksspiel: Der Run auf die Tickets ließ die Server in die Knie gehen, eine halbe Milliarde "Hits" in den ersten 90 Minuten - rund 12.000 Klicks auf die Webseite pro Sekunde. Bis Montagnacht sollten die Bewerber per E-Mail erfahren, ob sie zu den 8750 Glücklichen gehören, die jeweils zwei Eintrittskarten erhalten.

Freitag, 3. Juli 2009

Flug AF 447 zerschellte auf der Wasseroberfläche


Einen Monat nach dem Absturz von Flug AF 447 hat die Suche nach der Unglücksursache eine überraschende Wende genommen.

Das Flugzeug sei nicht in der Luft auseinandergebrochen, teilte die französische Ermittlungsbehörde BEA mit. Zudem gab es offenbar Kommunikationsprobleme zwischen den Fluglotsen in Brasilien und im Senegal.

"Das Flugzeug wurde nicht im Flug zerstört", sagte der BEA-Chefermittler zu dem Absturz, Alain Bouillard, in Le Bourget bei Paris. Dies zeige die Untersuchung der Flugzeugtrümmer. Nach dem ersten Zwischenbericht der Behörde berührte die Maschine das Wasser mit dem unteren Teil des Rumpfes zuerst. Ob es sich um eine Notwasserung gehandelt haben könnte, ließen die Ermittler offen. Bouillard verwies aber darauf, dass keine aufgeblasene Schwimmweste entdeckt worden sei.

Der Airbus 330 war am 1. Juni auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris verunglückt. Unter den 228 Passagieren waren auch 28 Deutsche. Angaben über eine weite Verbreitung der Trümmer waren bisher als Anzeichen gedeutet worden, dass die Maschine schon in der Luft auseinandergebrochen sein könnte.
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Auch deutet nichts darauf hin, dass "die momentane Funktionsstörung" der Geschwindigkeitsmesser Ursache für den Absturz seien. Sie stünden bei den widersprüchlichen Geschwindigkeitsanzeigen im Cockpit "stark unter Verdacht", könnten aber "nicht allein" zum Absturz geführt haben, sagte Bouillard.

Dem BEA zufolge gab es anders als üblich "keine Übergabe des Fluges", als der Airbus aus dem von Brasilien überwachten Luftraum in den senegalesischen flog. Als der Airbus A330 den von Brasilien überwachten Luftraum verlassen habe, hätten die dortigen Lotsen ihre westafrikanischen Kollegen telefonisch verständigen müssen. Darauf hätte das Kontrollzentrum im Senegal dann routinemäßig Kontakt mit der Maschine aufnehmen sollen. Beides sei aber nicht passiert. Die brasilianische Luftwaffe wies die Vorwürfe zurück. Nach Angaben eines Sprechers informierten die Fluglotsen ihre Kollegen im Senegal.

Auf der Suche nach der Unfallursache will Frankreich soll bis zum 10. Juli weiter nach den Flugschreibern gesucht werden, die vermutlich in tausenden Meter Tiefe im Atlantik liegen. Ihre Peilsender haben eine Lebenszeit von 30 Tagen, danach wird der Meeresboden mit Tauchfahrzeugen und Schleppsonaren abgesucht. (AFP)

Urin und Lackverdünner in gefälschten Parfüms entdeckt


Wenn vermeintliche Markenkosmetik zu spottbilligen Preisen angeboten wird, ist Vorsicht geboten. Die Produkte enthalten oft gefährliche Stoffe - eklig ist's obendrein.

Die billige Kosmetik ist oft nur auf den ersten Blick ein Schnäppchen. Manchmal schon bei der ersten Riechprobe, spätestens aber wenn Hautrötungen auftreten, drängt sich der Verdacht auf, dass es sich bei dem erworbenen Produkt um ein Plagiat handelt. Darin sind oft minderwertige oder sogar gesundheitsschädliche Stoffe verarbeitet.

"Bei Untersuchungen wurden auch Inhaltsstoffe wie Lackverdünner gefunden. Oder Sonnenschutzcremes, die überhaupt keinen UV-Schutz boten", sagte Hannes Kölbitz vom Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie gegenüber "Welt Online".

"Da wird in fliegenden Labors unter zum Teil unhygienischen Bedingungen irgendetwas zusammengemixt, das wenig kosten, aber dem Originalprodukt zumindest auf den ersten Blick nahe kommen soll", wird Elmar Keldenich vom Bundesverband der Parfümerien von "Bild" zitiert.

Die Plagiate können zudem Spuren auf der Kleidung hinterlassen und sogar Schmuck angreifen. Wenn man einen Billigduft im Ausland ersteht und ihn aus dem Urlaub mit nach Hause bringt, droht eine weitere Gefahr. Oft sind die Flakons, also die Fläschchen, in denen die vermeintlich wohlriechenden Substanzen enthalten sind, ebenfalls von minderer Qualität. Diese können beim Transport zerplatzen.

In vielen Fälschungen wird zudem Urin als Konservierungsstoff verwendet. Das ist zwar nicht schädlich, dafür aber umso ekliger.

Donnerstag, 2. Juli 2009

No Angels: Nadja Benaissa bricht ihr Schweigen


Nadja Benaissa wagt die Flucht nach vorn. Gestern (1. Juli) war "No Angels"-Star Benaissa bei "Stern TV" zu Gast und sprach mit Günther Jauch über ihre HIV-Infektion.

Zum ersten Mal äußerte sie sich zu ihrer HIV-Infektion und erzählte, wie Menschen auf ihre Krankheit reagierten, nachdem sie durch die Medien öffentlich geoutet wurde: "Ich wurde mal im Flugzeug als "Schlampe" tituliert. 'Das ist doch die aus der Zeitung, diese Schlampe!'. Da wundert man sich schon, dass erwachsene Menschen sich so verhalten", so die 27-Jährige im Interview.

Auch wenn Nadja Benaissa mit bösen Reaktionen fertig werden musste, besonders schlimm war die Zeit der Untersuchungshaft für ihre neunjährige Tochter: "Meine Tochter wusste gar nichts von meiner Infektion, bis es in der Zeitung gestanden hat. Das war ein ganz schöner Schock. Meine Eltern haben versucht, die Schlagzeilen von ihr fernzuhalten. Sie ist dann auch erstmal nicht in die Schule gegangen. Wir haben versucht, sie so gut wie möglich zu schützen. Aber das war ja unmöglich."

Zu den Vorwürfen direkt konnte sich die Sängerin aufgrund des laufenden Verfahrens jedoch nicht äußern, jegliche Fragen von Günther Jauch in diese Richtung, wehrte Nadja bestimmt ab: "Ich arbeite mit den Behörden zusammen und versuche, diese Vorwürfe aufzuklären. Zu den Vorwürfen konkret kann ich mich nicht äußern, es gibt ein schwebendes Verfahren gegen mich und deshalb darf ich dazu nichts sagen. Aber ich kämpfe um mein Recht."

Nach diesem mutigen Interview ist es Nadja Benaissa zu wünschen, dass jetzt ein wenig Ruhe um ihre Person einkehrt. (Gala.de)

Mittwoch, 1. Juli 2009

Flugschreiber des Jemen-Airbus offenbar gefunden


Der Absturz des Airbus in den Indischen Ozean am Dienstag könnte bald aufgeklärt werden. "Es scheint, dass die Flugschreiber geortet wurden", sagte der französische Entwicklungshilfe-Staatssekretär Alain Joyandet am Mittwoch im französischen Fernsehen.

Joyandet war in der Nacht auf die Komoren geflogen, um die Zusammenarbeit bei der Bergung zu fördern. Als möglichen Grund für den Absturz nannte Joyandet das schlechte Wetter. Außerdem sei das Flugzeug "nicht in gutem Zustand" gewesen. Die Unfallermittler müssten nun ihre Arbeit machen.

Das Flugzeug der jemenitischen Gesellschaft Yemenia Air mit 153 Menschen an Bord war am Dienstag beim nächtlichen Landeanflug auf die Komoren abgestürzt. Bisher wurde nur eine Überlebende gefunden: Ein 14-jähriges Mädchen wurde unverletzt aus dem Wasser gezogen. Außerdem wurden treibende Leichen gesichtet. Alle trugen Schwimmwesten. Wegen des hohen Seegangs ist die Bergung schwierig. Die Fluggesellschaft Jemenia geriet nach dem Absturz wegen mangelhafter Maschinen in die Kritik.

In Paris haben wütende Komorer am Mittwocden den Start einer Yemenia-Maschine in Richtung Sanaa verhindert. Die Demonstranten warfen der jemenitischen Fluggesellschaft vor, unsichere Maschinen auf dem Weg zu den Komoren einzusetzen. Die Flughafengesellschaft ADP verlegte den Flug auf ein anderes Terminal. Etwa 100 Passagiere seien in die A330 eingestiegen, berichteten TV-Korrespondenten vom Flughafen.
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Ein Passagier, der bei dem Absturz am Dienstag mehrere Freunde verloren hatte, ließ sich das Ticket auszahlen. Rund 20 andere folgten seinem Beispiel. Starke Polizeikräfte sorgten dafür, dass die Passagiere einsteigen konnten. "Das Flugzeug ist nur teilweise besetzt", sagte i-télé-Korrespondent Marc Fauchoux an Bord der Maschine. "Das Flugzeug ist in gutem Zustand. Das Problem ist der Anschlussflug." Es werde darüber verhandelt, die A330 nach Moroni weiterfliegen zu lassen.

Viele in Frankreich lebende Komorer nutzen den Ferienbeginn zu einem Heimatbesuch. Vor einem Jahr hatten die Komorer in Frankreich eine Organisation gebildet, um bessere Flugbedingungen bei Yemenia durchzusetzen.

Die Flüge von Paris gehen über Marseille nach Sanaa. Dort müssen die Passagiere in ein anderes Flugzeug Richtung Moroni umsteigen. (dpa)

Ermittler fanden Nakosemittel in Jackos Villa


Eine Ex-Krankenschwester berichtet, dass Jackson sie immer wieder um ein Mittel gebeten habe. Er wolle "bewusstlos sein und etwas schlafen".

Ermittler haben in der Villa des verstorbenen Michael Jackson ein starkes Betäubungsmittel gefunden. Das Medikament Propofol werde gewöhnlich für die Narkose bei Operationen eingesetzt, berichtete die Promi-Website TMZ.com. Das Narkotikum sei "extrem stark und gefährlich" und deshalb nur für Mediziner erhältlich. Propofol könne bei falscher Einnahme zu Herzstillstand führen. Jackson soll offenbar auf seiner Phantasie-Ranch Neverland aufgebahrt werden, wo er auch bestattet werden könnte.

Eine frühere Krankenschwester Jacksons sagte dem Nachrichtensender CNN, der Popstar habe sie in den letzten Monaten seines Lebens um Propofol gebeten. Das habe sie aber abgelehnt, sagte Cherilyn Lee. "Ich habe ihm gesagt, dass dieses Medikament gefährlich ist", berichtete die Krankenschwester. Daraufhin habe Jackson geantwortet, er wolle lediglich "bewusstlos sein und etwas schlafen". Jackson war in der vergangenen Woche kurz vor Beginn seiner Comeback-Tournee in seiner Villa zusammengebrochen und kurz darauf gestorben.

Ab Freitag sollen sich auf der Neverland-Ranch Fans von ihrem Idol verabschieden können, berichteten der Sender CNN und TMZ.com. Heute solle ein Konvoi von rund 30 Autos den Transport des Leichnams nach Neverland begleiten, einem riesigen Areal von mehr als 1000 Hektar Fläche. Am Freitag soll die Öffentlichkeit Zugang zu der nach dem Kindermärchen Peter Pan benannten Ranch bekommen.
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Nach der Totenwache soll Jackson an einem bislang geheimgehaltenen Ort bestattet werden. Die Familie will sich laut CNN am Sonntag in einer privaten Zeremonie von ihm verabschieden.

US-Medien spekulierten, dass Jackson auf seiner Ranch bestattet werden könnte. Die öffentliche Aufbahrung deute darauf hin, dass die Familie plane, die Neverland-Ranch zu einer Pilgerstätte für Fans zu machen. Sie könnte dann einen ähnlichen Kultstatus erlangen wie die Graceland-Villa in Memphis, wo Rock'n'Roll-Legende Elvis Presley bestattet wurde.

Die Veranstalter der geplanten Comeback-Konzerte der Poplegende erwägen die Veröffentlichung von Videoaufnahmen der Proben, wie der Präsident der britischen Agentur AEG Live, Randy Phillips, dem Fernsehsender Sky News sagte. Auch die Show selbst könne möglicherweise als Tribut an Jacksons Schaffen auf die Bühne kommen. AEG Live hatte die Erstattung der Tickets für Jacksons Konzerte zugesagt.